Im Marktplatz Regional vom Mittwoch 09.11.2011 wurde folgender Bericht über das Jubiläumskonzert des GV Mühlhofen veröffentlicht:
Applaus auch für die Beatbox
Billigheim: Gesangverein Mühlhofen begeistert mit Jubiläumskonzert
Ein volles Bürgerhaus erwartete den Gesangverein 1861 Mühlhofen zum Abschlusskonzert seines 150-jährigen Jubiläums in Billigheim. Der gemischte Chor, das Crescendo-Ensemble und die neu formierten Chor-Projektgruppen der Frauen und Männer präsentierten „Pop meets acappella” und damit Titel aus den Genres Gospel, Schlager, Rock und Pop.
Unter Leitung des Dirigenten Frank Montillon, der auch den meisten Liedern und Songs ein neues Arrangement für seinen Chor verpasst hatte, starteten die 65 Sängerinnen und Sänger mit dem Spiritual „I sing holy” in ein umfang- und abwechslungsreiches Programm und zeigten, wie später bei Hubert von Goiserns „Weit weit weg” oder „Wie kann es sein” von den Wise Guys, differenzierten A-Cappella-Gesang – sensibel und sprachlich sauber ausgeformt in der Darbietung. Dass der Chor mit Montillon auch zu den leisen, moderaten Tönen zurückgefunden hat, erwies sich etwa bei Leonard Cohens „Hallelujah” und dem bekannten Schlager der Münchner Freiheit „Solang man Träume noch leben kann” in Dynamik, Lautstärke und Tempo mit großer Sorgfalt gestaltet und akzentuiert. Auch hier gefiel Mattias Wöschler als adäquater Begleiter am E-Piano.
Im zweiten Konzertteil demonstrierte der junge Oliver Henges die Beatbox – ein neues innovatives Element im Chor, wobei er nur mit seiner Stimme mehrere Schlagzeug-oder Percussion-Töne imitierte und diese in der Folge bei „Rock my soul” und „Mama Loo” von den Les Humphries Singers , sowie bei Manfred Manns „Doo wah diddy” einsetzte und gemeinsam mit dem Chor für diese schwungvoll bewegten, rhythmisch auf den Punkt gesungenen Songs viel spontanen Beifall erntete.
Ebenso humorvoll präsentierte die Männer-Projektgruppe des Vereins Herbert Grönemeyers „Mambo”. Sehr melodiös und zurückhaltend in der Intonierung, gestaltete der Chor in Anlehnung an die Gregorianik „Brothers in arms” von den Dire Straits. Ausdrucksstark im Vortrag, zeigten sich die Sängerinnen und Sänger aufmerksam und stets auf Dirigent Montillons fokussiert.
Natürlich kam der Chor dem Wunsch des stehend applaudierenden Publikums nach Zugaben gerne nach und sang zur Geige von Mike Klödys die selbstverfasste „Ode an die Pfalz” – eine heiter-deftige Liebeserklärung an die Pfälzer Heimat.
In jeder Phase des etwa zweistündigen Programms erklang bis zur letzten Silbe feinsinnig kultivierter Chorgesang auf hohem Niveau – ein Konzertabend wie ein musikalisches Geschenk. (lif)
Erstellt am: 10.11.2011